Geldanlage für Berufseinsteiger

Das erste Gehalt sollte richtig genutzt werden, eine Geldanlage für Berufseinsteiger oder eine sichere Rücklage bietet den nötigen Sicherheitsfaktor. Wer hier richtig plant und agiert, ist konsumfähig für die Zukunft, ein alter Spruch trifft immer noch zu, „Spare in der Zeit (in der du Geld hast), dann hast du in der Not (-lage Geld)“. Nutze den Faktor Zeit!

Berufsanfänger beginnen nicht nur mit ihrem Beruf, sondern sie müssen sich auch orientieren. Das erste Geld, die erste eigene Verantwortung und eine entsprechende Planung ist erforderlich. Wie setze ich mein optimal Geld ein? Auch wenn eine Ausbildungsvergütung geringer als eine übliches Nettoeinkommen ist, lohnt es sich so früh wie möglich mit einer Vorsorge zu beginnen. Das ist die Zeit, in der regelmäßiges Sparen langfristigen Erfolg sichert.

Erste Geldanlage für Berufseinsteiger
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Ein gewisser Konsumverzicht heute bedeutet langfristig ein gutes Gefühl der Sicherheit zu bekommen. Das ist mehr Wert als kurzlebige und trendige Produkte zu kaufen. So ist dieser gewisse Konsumverzicht nur eine kurze Belastung, denn am Ende oder besser gesagt langfristig geht ein Berufseinsteiger mit dieser Einstellung konsumfähig in die Zukunft.

Auch wenn das Gefühl entsteht, dass alles schneller und schneller wird, so sollte sich jeder doch auch in die Zukunft orientieren.

Die Geldanlage für Berufseinsteiger ist lukrativ

Regelmäßiges Sparen ist eine Tugend und dieser Grundsatz hat heute noch die gleichen Werte wie vor Jahren. Das Sparen oder besser gesagt, dass zurück legen eines gewissen Teiles des Einkommens sichert die Zukunft, bedeutet nur Konsumverzicht heute. Außerdem gibt so eine Rücklage ein gutes Gefühl in den Situationen, in denen einmal nicht alles so läuft wie man es sich denkt.

Gerade wenn man mit dem Berufsleben beginnt, ist dieses Sparen und ein Konsumverzicht heute auch ein Lehrstück. Sollte wir alle nicht einmal über unseren Konsum nachdenken, wir haben doch in gewisser Weise von allem etwas zu viel. Wenn wir genau hinschauen, muss nicht jeder Trend unbedingt beim Kaufen mitgemacht werden.

Sparen und Rücklagen bilden dienen jedem eine gewisse Sicherheit zu haben. Diese Sicherheit ist langfristig wichtig und es gibt viele Möglichkeiten auch mit kleinen Beträgen und teilweise Zuschüssen vom Staat für die eigene Sicherheit in finanzieller Hinsicht vorzusorgen. Vorsorge ist schon immer aktuell und die Arten dieses regelmäßigen Sparens und des Konsumverzichts sind individuell sehr verschieden. Ganz gleich ob man eines Tages plant ein Haus zu bauen oder Sparpläne verfolgt die Zinsen und Dividende erwirtschaften. Rücklagenbildung ist wichtig.

Mit dem ersten Gehalt fühlt man sich wie ein König

Wer beispielsweise als Student oder Schüler bis jetzt jeden Cent dreimal umdrehen musste bevor er ihn ausgab, der hat mit dem ersten Gehalt das Gefühl eines Königs. Doch hier ist die Kunst und Magie, konsumfähig in die Zukunft bedeutet gerade in diesem Moment Konsumverzicht heute. Das hört sich jetzt widersprüchlich an, beschreibt aber genau diesen Moment.

Frühes Sparen und den Faktor „Zeit“ für sich arbeiten zu lassen, will gelernt sein und deshalb sollte dies jeder diszipliniert beherrschen. Regelmäßiges Sparen bringt langfristigen Erfolg, regelmäßiges Sparen ist nur eine Übung.

Die Geldanlage für Berufseinsteiger zeigt aber auch, dass jedes Gehalt zum Sparen dienen kann. Die Zeit bringt den Erfolg und sichert langfristig wirklich die Zukunft und mit diesen Grundsätzen und Werten geht jeder einfach besser konsumfähig in die Zukunft.

Wie können junge Leute vorsorgen?

Die 21- jährige Julia hat im Sommer ihre Ausbildung abgeschlossen und ist übernommen worden. Jetzt überlegt sie, wie sie heute schon vorsorgen kann, um im Alter weiterhin konsumfähig zu sein. Ihrer Generation wird immer wieder ganz offen gesagt, dass sie später vom Staat nichts zu erwarten haben. Stimmt das wirklich und welche Vorsorge wäre für Sie interessant?

junge Leute Sparer und Planer
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Es ist tatsächlich davon auszugehen, dass die heutigen jungen Leute nur eine sehr spartanische staatliche Rente bekommen. Vorbildlich ist es, dass sich Julia bereits jetzt an dieses Thema denkt und damit den zeitlichen Vorteil nutzen kann um auch im Alter konsumfähig zu bleiben.

Bei ihren Überlegungen sollte sie folgende Punkte beachten:

  • Vor der klassischen Altersvorsorge gilt es, die eigene Arbeitskraft abzusichern. Deshalb gilt es zuerst eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Denn wer nicht mehr arbeiten kann, hat kein Einkommen mehr und sämtliche Vorsorgepläne geraten dann ins Wanken. Außerdem sind die Beiträge wegen des niedrigen Eintrittsalters und des recht guten Gesundheitszustandes sehr gering.
  • Danach empfiehlt es sich beim Arbeitgeber nach einem betrieblichen Modell zur Altersvorsorge nachzufragen. Viele Unternehmen bieten dies an und haben sehr interessante Vorsorgelösungen. Wichtig: Jeder (!) Arbeitnehmer hat ein gesetzliches Anrecht auf Entgelt-Umwandlung. Dabei wird steuerbegünstigt vom Bruttolohn Geld in die eigene Betriebliche Altersvorsorge investiert. Bis zu 4 % des Jahres-Gehaltes können in so einen Vertrag anteilig jeden Monat gespart werden. Beliebtes Modell: die Direktversicherung.
  • Zusätzlich kann man dann noch die privaten Systemen zur Altersvorsorge wie das Riestern nutzen und nicht etwa glauben: „Ach, da kommt doch am Ende kaum was raus.“ Bei aller anfänglicher Kritik ist Riestern gerade für junge Leute eine gute und flexible Sache. Nicht zuletzt wegen der staatlichen Förderung, die man quasi geschenkt bekommt. Über die Jahre spart man auf alle Fälle eine Summe an, die einem die Rente schöner macht.

Junge Sparer setzen auf Tagesgeld

Junge Leute Sparer bevorzugen mittlerweile mit großem Abstand das Tagesgeld, welches sich bei den jungen Sparern aktuell als die beliebteste Geldanlageform etabliert hat.

So verfügen bereits fast 77 % der jungen Leute mindestens über ein Cashkonto, wie die FOM – Hochschule für Ökonomie und Management in Essen – mittels einer im Jahr 2013 durchgeführten Umfrage ermittelte und jüngst veröffentlichte.

Junge Leute setzen auf das Tagesgeld
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Als kurzfristige Geldanlage parken die Jungen Sparer ihr Geld vorübergehend auf dem Geldkonto und können im Bedarfsfall trotzdem jederzeit über das gesamte Guthaben verfügen.

DIE VORTEILE DES TAGESGELDKONTOS AUF EINEN BLICK:

  • Bessere Zinsen als auf dem Girokonto
  • Hohe Sicherheit durch Haftungsverbund
  • Gesamte Summe täglich verfügbar
  • Keine Kündigungsfrist zu beachten
  • Einfache, klare Konditionen

Nach dem TagesGeld folgt abgeschlagen mit 49 % die Aktienanlage auf dem zweiten Platz.

In der Erhebung wurden 322 junge, gut ausgebildete Bankkunden und Berufseinsteiger zu ihrem Anlageverhalten befragt. Ergebnis: 77 Prozent der jungen Leute Sparer setzen auf Tagesgeld zur Kapitalanlage und 49 Prozent legen ihr Geld in Aktien an.

Junge Leute sind besonders fleißige Sparer

Junge Leute von heute legen verhältnismäßig mehr Geld auf die hohe Kante als der durchschnittliche Bürger. Was sind die Ziele die damit verfolgt werden und welche Anlageformen sind die beliebtesten?

Mehr als ein Fünftel ihres Einkommens legen junge Sparer in Deutschland einer Umfrage zufolge im Schnitt auf die hohe Kante. Besonders fleißige Sparer sind mit einer Sparquote von fast 20,4 Prozent sind die 14- bis 25-Jährigen wie aus einer Umfrage der Deutschen Bank zum Internationalen Tag der Jugend unter 1000 Schülern, Auszubildenden, Studenten und jungen Berufstätigen hervorgeht. Von Ihrem Einkommen aus Taschengeld, durch Nebenjobs, Ausbildung oder eine Berufstätigkeit in Höhe von durchschnittlich 480 EUR legen diese jungen Menschen 98 Euro zurück.
Dagegen werden pro Haushalt in Deutschland lediglich 11,3 Prozent zurückgelegt.

aktuelle Geldanlage junger Leute
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Hervorzuheben ist vor allem, dass auf breiter Front gespart werde: Vier von fünf Jugendlichen legen der Umfrage folgend regelmäßig Geld zurück. Mit 112 Euro sparen Männer monatlich im Schnitt mehr als die Frauen mit nur 86 Euro. Beliebte Anlageform sind Spareinlagen wie Sparbuch, Sparcard oder Sparplan. Dafür entschieden sich 66 Prozent der Befragten. Mit deutlichem Abstand folgen Tagesgeldkonto (34 Prozent), das Bausparen (25 Prozent) sowie die Riester-Rente (15 Prozent) und Lebensversicherungen (elf Prozent). Die Geldanlage in Aktien und Fonds ist mit neun Prozent weniger gefragt.

In erster Linie wollen sich die 14- bis 25-Jährigen mit ihren Ersparnissen konkrete Konsumwünsche erfüllen. Fast jeder Zweite (49 Prozent) spart für Führerschein, Auto oder Reisen. Immerhin 33 Prozent der Befragten legen aber auch Geld für ihre Ausbildung, Studium oder Praktika zurück. Mehr als jeder Vierte (26 Prozent) spart für seine Altersvorsorge. Das ist zahlt sich für die fleißigen Sparer vorteilhaft aus, weil sie so die Zeit als einen Faktor aud ihrer Seite haben.